Hochzeitswebsite erstellen: Inhalte, Anleitung und Tipps

von Marvin 24. Jul 2026

Eine Hochzeitswebsite, oft auch Hochzeitshomepage genannt, nimmt euren Gästen und euch das ständige Hin und Her ab: Statt Datum, Anfahrt und Dresscode einzeln per Nachricht zu verschicken, steht alles gebündelt auf einer schönen Seite. Wie ihr eine Hochzeitswebsite erstellen könnt, was unbedingt darauf gehört und worauf ihr bei kostenlosen und kostenpflichtigen Lösungen achtet, zeigt dieser Ratgeber.

Ihr erfahrt, was eine Hochzeitswebsite überhaupt leistet, welche Inhalte auf keiner Seite fehlen dürfen, wie ihr sie in wenigen Schritten ohne Technikwissen aufbaut, wie die Online-Zusage per QR-Code funktioniert und wie ihr die Seite privat haltet. Dazu gibt es fertige Beispieltexte und die häufigsten Fehler zum Umschiffen.

Was ist eine Hochzeitshomepage?

Eine Hochzeitshomepage ist eure persönliche Website zur Hochzeit. Sie bündelt alle Informationen, die eure Gäste brauchen, an einem Ort: wann und wo gefeiert wird, wie sie hinkommen, was sie anziehen und wie sie zu- oder absagen. Statt dieselben Fragen zwanzigmal per Nachricht zu beantworten, verweist ihr einfach auf eure Seite. Der Begriff Hochzeitswebsite meint dasselbe.

Der Nutzen liegt auf beiden Seiten:

  • Weniger Rückfragen: Anfahrt, Uhrzeiten und Dresscode stehen schwarz auf weiß und sind jederzeit abrufbar.
  • Weniger Papier: Details, die sonst Beilagen in der Einladung wären, wandern auf die Seite. Die Karte bleibt schlank.
  • Rückmeldungen an einem Ort: Zu- und Absagen laufen digital ein, statt sich über WhatsApp, SMS und Zuruf zu verteilen.
  • Immer aktuell: Ändert sich etwas am Ablauf, korrigiert ihr es einmal, und alle sehen sofort den neuen Stand.

Gerade wenn viele Gäste von weiter anreisen oder ihr im Ausland feiert, wird die Seite schnell zur zentralen Anlaufstelle für die ganze Organisation.

Was gehört auf eine Hochzeitshomepage?

Eine gute Hochzeitshomepage beantwortet die Fragen, die eure Gäste ohnehin stellen würden, bevor sie gestellt werden. Trennt dabei die Pflichtangaben von der Kür: Erst die Basis, dann die schönen Extras.

Die Basis: das muss drauf

  • Namen und Datum: wer heiratet und wann, gut sichtbar ganz oben.
  • Orte und Uhrzeiten: Standesamt, Trauung und Feier mit Adresse und Startzeit.
  • Anfahrt und Parken: Adresse mit Kartenlink, Parkmöglichkeiten und Hinweise für Bahn und Taxi.
  • Tagesablauf: die grobe Reihenfolge von Trauung über Empfang bis zur Feier, damit alle wissen, wann es losgeht.
  • Dresscode: ein klarer Hinweis erspart euren Gästen die Unsicherheit vor dem Kleiderschrank.
  • Online-Zusage (RSVP): ein einfaches Formular für Zu- oder Absage, gern mit Frage nach Menüwunsch und Allergien.
  • Kontakt: eine Ansprechperson für Rückfragen, oft ein Trauzeuge statt des Brautpaars.

Die Kür: das macht die Seite besonders

  • Eure Geschichte: ein kurzer Abschnitt über euch als Paar, wie ihr euch kennengelernt habt.
  • Fotogalerie: Bilder von euch, nach der Feier ergänzt um die schönsten Momente des Tages.
  • Countdown: die verbleibenden Tage bis zur Hochzeit, ein netter Blickfang auf der Startseite.
  • Übernachtung: Hotelempfehlungen für auswärtige Gäste, idealerweise mit Kontingent.
  • Geschenke: ein dezenter Hinweis auf eure Wünsche, ob Geldgeschenk, Wunschliste oder Spende.
  • FAQ und Hochzeits-ABC: kurze Antworten auf typische Fragen, von Kinderbetreuung bis Feuerwerk.

Den Tagesablauf plant ihr am besten einmal zentral und zeigt ihn dann in einer gästefreundlichen Fassung auf der Seite. Wie ihr einen stimmigen Zeitplan aufbaut, zeigt der Ratgeber zum Tagesablauf der Hochzeit.

Hochzeitshomepage erstellen: Schritt für Schritt

Eine Hochzeitswebsite zu erstellen ist heute kein Technikprojekt mehr. Mit einem Baukasten steht die Seite in einem Nachmittag. So geht ihr vor:

  1. Anbieter wählen: Entscheidet euch für eine Lösung, die zu eurem Anspruch passt (dazu gleich mehr im Vergleich kostenlos gegen kostenpflichtig).
  2. Design festlegen: Sucht eine Vorlage und passt Farben und Schrift an. Am stimmigsten wird es, wenn die Farbwelt zu euren Einladungskarten passt.
  3. Inhalte einpflegen: Tragt die Pflichtangaben ein, also Datum, Orte, Anfahrt, Tagesablauf und Dresscode. Haltet die Texte kurz und konkret.
  4. Online-Zusage einrichten: Aktiviert das RSVP-Formular und legt fest, was ihr abfragt: Zu- oder Absage, Personenzahl, Menüwunsch, Allergien.
  5. Privat schalten: Vergebt bei Bedarf ein Passwort und sorgt dafür, dass die Seite nicht über Suchmaschinen auffindbar ist.
  6. Link und QR-Code teilen: Bringt den Link oder einen QR-Code auf der Einladung unter, damit eure Gäste direkt auf die Seite kommen.
  7. Aktuell halten: Pflegt Änderungen am Ablauf sofort ein und ergänzt nach der Feier eure Fotos.
Paar pflegt gemeinsam am Laptop die Inhalte der Hochzeitshomepage ein
In wenigen Schritten steht die Seite: Vorlage wählen, Inhalte eintragen, teilen

Am wenigsten Aufwand habt ihr, wenn Homepage und Planung zusammenhängen: Dann übernehmt ihr Tagesablauf und Gästeliste, statt sie doppelt zu pflegen.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Eine Hochzeitshomepage kostenlos zu erstellen ist möglich, und für viele Paare reicht die Gratis-Variante völlig. Sie deckt in der Regel das Wichtigste ab: eine teilbare Seite mit Einladungstext, Orten, Anfahrt und Online-Zusage. Prüft vor der Wahl diese Punkte:

  • Werbung: Blenden kostenlose Anbieter Fremdwerbung auf eurer Seite ein?
  • Eigene Adresse: Bekommt ihr eine schöne, kurze Web-Adresse oder eine kryptische?
  • Laufzeit: Ist die Seite dauerhaft kostenlos oder nur für einen Testzeitraum, nach dem Gebühren fällig werden?
  • Datenhoheit: Wo liegen die Daten eurer Gäste und wie einfach lassen sie sich wieder löschen?

Kostenpflichtige oder Premium-Varianten lohnen sich, wenn ihr mehr wollt: Fotogalerie und Gäste-Uploads, Countdown und Tagesablauf mit Zeitleiste, eigene Farben und Schriften oder einen werbefreien Auftritt. Achtet dabei auf das Preismodell. Eine einmalige Zahlung ist fairer als ein Abo, das nach der Hochzeit einfach weiterläuft. Wie viel eine Hochzeit insgesamt kostet und wo sich sparen lässt, ordnet der Ratgeber Was kostet eine Hochzeit? ein.

Online-Zusage (RSVP) und QR-Code

Die Online-Zusage ist der Teil, der euch die meiste Arbeit spart. Statt Rückmeldungen aus Nachrichten, Anrufen und Zetteln zusammenzusuchen, sagen eure Gäste direkt auf der Seite zu oder ab. Fragt im Formular gleich das ab, was ihr fürs Catering braucht: Personenzahl, Menüwunsch und Allergien. Wann die Einladungen dafür rausgehen sollten, steht im Ratgeber Wann Hochzeitseinladungen verschicken?

Paar sagt entspannt von zu Hause aus per Smartphone auf einer Hochzeitshomepage zu
Ein Tipp aufs Handy: Gäste sagen direkt auf der Seite zu, die Antwort landet bei euch

Am elegantesten kommen eure Gäste über einen QR-Code auf die Seite. Ihr druckt ihn auf die Einladungskarte, die Gäste scannen ihn mit der Handykamera und landen mit einem Tipp direkt bei der Zusage. Das verbindet Papier und Digitales, ohne dass jemand einen langen Link abtippen muss. Passende Einladungskarten mit Platz für den Code gestaltet ihr bei GaHoDi direkt online. Wie ihr den Code erstellt und sinnvoll platziert, zeigt der Ratgeber QR-Code zur Hochzeit.

Privat und nicht über Google auffindbar

Eure Hochzeit geht nur eure Gäste etwas an. Eine gute Hochzeitshomepage ist deshalb bewusst nicht über Suchmaschinen auffindbar: Wer den Link nicht kennt, findet die Seite auch nicht bei Google. Das schützt Adressen, Uhrzeiten und persönliche Details vor fremden Blicken.

Wollt ihr noch sicherer gehen, schützt ihr die Seite zusätzlich mit einem Passwort, das ihr auf der Einladung mitgebt. Dann sehen die Infos wirklich nur die geladenen Gäste. Achtet außerdem darauf, wo die Rückmeldungen eurer Gäste gespeichert werden, denn hinter Namen und Menüwünschen stehen personenbezogene Daten, die nach der Feier gelöscht werden sollten.

Beispieltexte für eure Hochzeitshomepage

Der Anfang fällt oft am schwersten. Zwei kurze Vorlagen, die ihr frei anpassen könnt:

Begrüßung auf der Startseite:

Schön, dass ihr hier seid! Am 12. September geben wir uns das Ja-Wort und möchten diesen Tag mit den Menschen feiern, die uns am wichtigsten sind: mit euch. Auf dieser Seite findet ihr alles Wichtige rund um unsere Hochzeit. Wir freuen uns riesig auf euch. Anna und Jonas

Bitte um Rückmeldung:

Damit wir gut planen können, sagt uns bitte bis zum 1. August über das Formular Bescheid, ob ihr dabei seid. Gebt dort auch gern euren Menüwunsch und mögliche Allergien an. Bei Fragen erreicht ihr unsere Trauzeugin Lisa jederzeit.

Formulierungen für die gedruckte Karte, von der Anrede bis zur Bitte um Rückmeldung, findet ihr im Ratgeber Hochzeitseinladung: Text.

Die 5 häufigsten Fehler

  • Zu spät online gehen. Die Seite sollte stehen, bevor die Einladungen rausgehen, damit der Link von Anfang an mitgeschickt werden kann.
  • Rückmeldefrist vergessen. Ohne klares Datum trudeln Zusagen bis zur letzten Woche ein. Nennt eine Frist direkt beim Formular.
  • Zu viel Text. Niemand liest lange Absätze auf dem Handy. Kurze Sätze, klare Überschriften, das Wichtigste zuerst.
  • Mobil nicht geprüft. Die meisten Gäste öffnen die Seite am Smartphone. Schaut sie euch dort an, bevor ihr den Link verschickt.
  • Nach der Feier vergessen. Ergänzt eure Fotos und bedankt euch auf der Seite, dann bleibt sie auch danach ein schönes Andenken.

Häufige Fragen

Was ist eine Hochzeitshomepage?

Eine Hochzeitshomepage ist eure persönliche Website zur Hochzeit. Sie bündelt alle wichtigen Infos für eure Gäste an einem Ort: Datum, Orte, Anfahrt, Tagesablauf, Dresscode und eine Online-Zusage. So spart ihr Rückfragen und Papier und habt alle Rückmeldungen zentral beisammen.

Ist eine Hochzeitshomepage kostenlos?

Ja, ihr könnt eine Hochzeitshomepage kostenlos erstellen. Gratis-Varianten decken meist Einladungstext, Orte und Online-Zusage ab. Für Extras wie Fotogalerie, Countdown, Tagesablauf mit Zeitleiste und eigene Farben gibt es Premium-Versionen, oft gegen eine einmalige Zahlung.

Was gehört auf eine Hochzeitshomepage?

Auf die Seite gehören Namen und Datum, Orte und Uhrzeiten, Anfahrt und Parken, der Tagesablauf, der Dresscode, eine Online-Zusage und eine Kontaktperson für Rückfragen. Als Kür kommen eure Geschichte, eine Fotogalerie, ein Countdown, Hoteltipps und ein FAQ dazu.

Ist die Hochzeitshomepage über Google auffindbar?

Eine gute Hochzeitshomepage ist bewusst nicht über Suchmaschinen auffindbar: Nur wer den Link kennt, sieht die Seite. Zusätzlich könnt ihr sie mit einem Passwort schützen, das ihr auf der Einladung mitgebt. So sehen die Infos wirklich nur eure geladenen Gäste.

Wie erstellt man eine Hochzeitshomepage ohne Technikwissen?

Mit einem Baukasten braucht ihr kein Technikwissen: Vorlage wählen, Farben anpassen, Inhalte eintragen, Online-Zusage aktivieren und die Seite teilen. In der Regel steht so eine Seite an einem Nachmittag, ganz ohne Programmierung.

Feedback: Wie ist deine Meinung dazu?

Was war für euch das Wichtigste auf eurer Hochzeitshomepage, und was habt ihr euch am Ende gespart?

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